Früher hast du das doch auch geschafft, warum klappt es denn jetzt nicht mehr?
5 Uhr, das ist DIE Uhrzeit!
Hier wachen Gewinner auf!
Das sagt doch jeder erfolgreiche.
Wirklich?
Diese Gedanken hatte ich gefühlt eine Ewigkeit.
Bevor ich Vater wurde, konnte ich locker um 5 Uhr aufstehen.
Ich habe es sogar genossen:
- Die Welt schläft
- Niemand will etwas von mir
- Ich habe Zeit für meine Projekte
War das ein Gefühl.
Aber jetzt?
Mit Kindern und Vollzeitjob ist 5 Uhr vielleicht ein cooler Traum, aber umsetzbar?
Für mich nicht.
Meine Kinder lieben es zu kuscheln und frag mich nicht warum:
Sobald ich morgens ein Auge aufmache und denke “jetzt stehe ich auf”.
Sitzen meine Kinder neben mir und schauen mich erwartungsvoll an.
Und das egal um welche Uhrzeit.
Aber heißt das, ich muss auf meine Träume und Projekte verzichten?
Das dachte ich jedenfalls am Anfang.
Aber eins kann ich dir sagen:
Das ist Blödsinn!
Mit ein bisschen Planung und etwas Routine bekommen wir das alles wieder hin.
Ohne dieses ganze Performance-Blabla.
Hast du Lust darauf?
Dann gehen wir da mal tiefer rein:
Der 5AM-Mythos – warum er für Eltern oft nicht funktioniert
Du hast es eben schon gelesen:
Ich bin kein Fan mehr von dem 5AM-Club.
Früher war ich es, mittlerweile passt es aber einfach nicht mehr zum Leben.
Und trotzdem liest du auf Instagram, LinkedIn & Co.:
- Starte um 5 Uhr, da werden Sieger gemacht
- Wer das nicht schafft, hat den Erfolg nicht verdient
- Schau dir The Rock an, der steht um 04:30 Uhr auf!
Und noch viel mehr.
Diese Strategie hat seine Berechtigung und ist für einige gut.
Ich habe selber das einige Zeit gemacht und die Zeit echt genossen.
Aber:
Wenn sie nicht in dein Leben passt, dann passt es nicht.
Dann bist du kein Versager, sondern du gehst einfach einen anderen Weg, Punkt!
Als Eltern haben wir hier einfach andere Prioritäten.
Und ganz nebenbei:
Unsere Kinder wollen auch nicht nur nebenbei behandelt werden.
Mit Kindern, Vollzeitjob und noch der Partnerschaft haben wir viel um die Ohren.
Und unsere Energie müssen wir uns gut einteilen.
Schlaf ist da Gold wert.
Wenn du einmal eine Nacht mit einem schreienden Kind durchgemacht hast und um 5 Uhr klingelt dein Wecker, dann weißt du was ich meine.
Daher:
Glaube nicht alles, was irgendwelche Gurus von sich geben.
Probiere es aus, wenn du willst und schau, was funktioniert.
Noch ein kleiner Satz zu dem Thema:
Es kann auch extrem gefährlich sein, auf Biegen und Brechen diese 5 Uhr Regel einhalten zu wollen.
Wenn du so schon wenig Schlaf bekommst und dann noch extra früh aufstehen willst, ist deine Erschöpfung vorprogrammiert.
Wer erschöpft ist, macht schneller Fehler.
Und das kann gefährlich werden.
Warum Eltern glauben, sie hätten „keine Zeit“
Aber wieso hast du dann keine Zeit für deine Projekte?
Oder etwas allgemeiner gesprochen:
Warum haben wir Eltern denn nie Zeit?
Na ja, rechnen wir doch mal:
- Vollzeitjob: 8–8,5 Stunden am Tag
- Gesunder Schlaf 6–8 Stunden
- Kinder bespaßen 4 Stunden
- Essen, Badezimmer
- Paarzeit
Du siehst, es geht einfach extrem viel Zeit weg, obwohl du noch gar nicht an deinen Projekten gearbeitet hast.
Und nein, weniger Schlaf ist keine Option.
Dazu kommt dann noch das Gefühl der dauerhaften Erschöpfung.
Arbeiten, Haushalt, Kinder bespaßen, Gedanken um die Zukunft.
Das Raubt kraft, Energie und nerven.
Also doch einfach aufgeben und in das „normale“ Leben ergeben?
Als Wikinger-Dad sage ich da klar:
Absolut nicht!
Da gibt es einfach noch viel mehr.
Der Schlüssel: Kleine Zeitfenster, kein Witz
Ich habe eine Frage an dich:
Wie sieht bei dir der Abend aus?
Also dein Feierabend?
Ungefähr so?
- Nach dem Job mit den Kindern spielen
- Abendessen gemeinsam essen
- Kinder ins Bett bringen
- Endlich Feierabend! Ab aufs Sofa, TV an oder ab ans Handy, Social Media wartet
- Danach erschöpft ins Bett fallen
Eine Zeit lang sahen so meine Abende aus.
Aber nur eine Zeit.
Denn nachdem ich verstanden habe, dass ich morgens nicht mehr arbeiten kann, habe ich mich gefragt:
“Wo finde ich Zeit, um an meinen Träumen zu arbeiten?”

Als eher strukturierter Mensch bin ich also den Tag durchgegangen und habe gemerkt:
Abends versacke ich gerne mal, um mich zu „erholen“.
Aber ist das wirklich Erholung?
Also: Bist du nach so einem Abend wieder erholt?
Wenn ich ehrlich bin:
Ich nicht!
Social Media hat mir immer mehr Energie gezogen, als es mir gegeben hat.
Dieses ständige Vergleichen und Sehen, was andere haben, was ich nicht habe.
Schrecklich!
TV schauen und mit meiner Frau reden.
Das hat mich schon etwas erholt, aber noch erholsamer war es dann einfach so zu reden und den TV auszulassen.
Und siehe da:
Plötzlich sind da ein paar Stunden am Tag, die du neu planen kannst!
Aber bitte: Du brauchst keine 2 Stunden einzuplanen!
Nutze den Abend für dich, für deine Partnerschaft.
Nutze ihn aber auch für deine Träume.
20–30 Minuten reichen schon.
30 Minuten täglich sind 3,5 Stunden pro Woche.
Damit kannst du schon richtig viel schaffen!
Starte klein, wichtig ist: Starte!
Du brauchst Klarheit, aber du musst nicht alles wissen!
Sehr cool, nun weißt du, wann du an deinen Projekten arbeiten kannst.
Aber: Was machst du genau in der Zeit?
Welche Projekte gehst du an?
Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, aber sie ist wichtig.
Denn sonst verspielst du die Zeit nur und kommst doch keinen Schritt voran.
Viele wollen dann den eigenen Purpose finden.
Deinen Lebenszweck.
Hört sich cool an, aber kann auch extrem frustrierend sein.
Denn mit dem Purpose ist es oft wie mit den Katzen:
Jagst du sie, laufen sie weg.
Es ist besser, beides zu dir kommen zu lassen.
Aber wie geht das?
Hier eine kleine Übung:
Setze dich ruhig hin und atme tief durch.
Nimm dir ein Blatt Papier oder deine Notiz-App.
Schreibe 10 Ziele, Wünsche oder Projektideen auf, die dir in den Sinn kommen.
Nun schau dir diese Liste an und frage dich:
Wenn du nur einen dieser Punkte erfüllen kannst, welcher würde dich im Leben aktuell am weitesten bringen?
Damit hast du den nächsten wichtigen Punkt für dein Leben gefunden.
Oft wusstest du das schon vorher, aber manchmal brauchen wir einfach ein leeres Papier, um uns zu sortieren.
Und keine Angst, die anderen Punkte verschwinden nicht, sondern sind nur verschoben auf später.
Bei mir war es vor ein paar Jahren auch so:
- Ich wusste nicht genau wohin ich wollte
- Ich spürte, ich möchte etwas mit Immobilien und schreiben machen
- Habe den Blog Immobilienkoala gestartet
- Meine Liebe zum Schreiben entdeckt
- Durch den Blog wurde ein Verlag auf mich aufmerksam und mein erstes Buch entstand
- Mir wurde hier bewusst: Träume / dein Purpose finden dich, nicht umgekehrt
- Heute: Fokus auf Blog für Eltern & Nebenprojekte
Du kannst viel erreichen – aber nicht alles gleichzeitig
Noch ein Punkt, der mir beim Thema Ziele und Projekte echt wichtig ist:
Es ist normal, dass du mehrere Ziele, Wünsche oder Projekte hast.
Diese können alle gleichzeitig existieren.
Wichtig für dich immer zu wissen:
Du musst nicht alle gleichzeitig angehen und solltest es auch nicht.
Du darfst und solltest auch Projekte auch zur Seite schieben.
(Wichtig dabei ist, dass du sie da aufbewahrst, wo du sie auch wiederfindest)
Hier ist das Zauberwort: Prioritäten setzen.
Kurzes Beispiel:
Neben diesem Blog hatte ich mit meinem ersten Kriminalroman gestartet.
Ich war Feuer und Flamme.
Endlich mal ein Roman.
Die Ideen sprudelten.
Hach, war das schön.
Aber auf dem Weg bemerkte ich etwas:
- Familie
- Job
- Partnerschaft
- Blog
- Und der Roman
Das war zu viel.
Ich konnte nicht alles auf einmal ausführen.
Jedenfalls nicht in dem Tempo, welches ich gerne anschlagen wollte.
Also habe ich mir die Projekte angesehen und für mich entschieden:
Der Blog hat gerade eine höhere Priorität.
Das Buch habe ich immer noch im Hinterkopf, aber ich setze mich nur dran, wenn ich gerade mal Zeit habe.
Ideen hierfür landen in meiner Notiz-Datenbank.
Damit ich, sobald ich wieder mehr Zeit habe, mich gleich wieder dransetzen kann.
Wie kannst du nun als Elternteil Zeit für deine Projekte finden?
Jetzt haben wir ziemlich viel über das Thema Zeit geredet.
Aber wie findest du nun konkret Zeit für deine Projekte?
Der Weg dafür ist viel einfacher als du denkst:
1. Finde Zeitfenster in deinem Leben
Diese können auch klein sein 20–30 Minuten. (Du erinnerst dich an den Abend?)
Wichtig bei den Zeitfenstern:
Sie müssen regelmäßig da sein.
2. Werde dir klar was du willst und warum
Zeit alleine bringt dir nichts, wenn du die Zeit nicht sinnvoll verwendest.
Und wie willst du sie sinnvoll verwenden, wenn du nicht weißt, was du willst
Hier kommt das Thema Zettel dran
3. Plane deine Projekte
Kein ganzes Projektmanagement, einfach ein grober Plan:
- Was möchtest du erreichen?
- Warum möchtest du das erreichen?
- Welche Meilensteine sind dafür notwendig?
- Welche Aufgaben gibt es?
- Was ist der nächste Schritt?
Ich habe da für dich auch eine kleine Vorlage vorbereitet, falls es dich interessiert.
4. In die Umsetzung kommen
Jetzt geht es einfach darum, dass du in Bewegung kommst.
Einfach oder was sagst du?
Abschluss: Du bist noch nicht fertig
Du kannst immer noch Projekte neben deinem Familienleben starten.
Du musst nicht das Zombie-Leben von allen Leben.
Nimm dein Leben in die Hand und lauf los.
Bis zum nächsten Mal.
Skål og senere!
Björn




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